Montag, 16. Juli 2012

DIMITRI S/S 2013 Desert flower/ Wüstenblume

Liebe Maingarde,

 die DIMITRI-Show für den Frühling/Sommer 2013 war eines meiner emotionalen Highlights.
Das Thema war Wüstenblume und somit auch das Leben einer starken Frau die sich für die Rechte anderer Frauen und gegen die Beschneidung dieser einsetzt.
Wie bei Rebekka Ruétz spielte die Farbsymbolik eine übergeordnete Rolle.
So kann man die Aussage der verschiedenen Farben an ihrer allgemeingültigen Bedeutung ableiten.

Ein kurzer einfacher Überblick:

Braun kann die starke Verbundenheit der Afrikanerinnen zur Erde direkt unter ihren Füßen symbolisch darstellen. Sie gibt ihnen Halt und Möglichkeit ihre Wurzeln zu schlagen...also zu wachsen. "Wer die Vergangenheit nicht ehrt, verliert die Zukunft. Wer seine Wurzeln vernichtet, kann nicht wachsen." Ein Zitat aus der Philosophie Friedensreich Hundertwassers, die mich auf meinem Weg in Wien einige Male nachhaltig berührt hat.  Das weiß auch Waris Dirie, die Autorin des Buchen Wüstenblume. Somit automatisch Patin dieser Kollektion. 


Schwarz steht für die Trauer und das Leid dem die beschnittenen Mädchen und Frauen ausgesetzt sind.


Grün dagegen für die Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und andere Menschen auf der Welt.


Rot bildet einen Komplementärkontrast zu grün. Auch inhaltlich steht die Farbe der Hoffnung, also grün, entgegen. Rot kann zwar auch für Leidenschaft oder Liebe stehen, sollte aber in diesem Kontext eher als Symbol für das Blut und das Leid bei der Frauenbeschneidung angesehen werden, da es oft im Zusammenhang mit Schwarz gebracht wird.
Der einzige Positive Aspekt den das rot einnehmen könnte ist die Passion mit der sich die UNO Sonderbotschafterin für die Rechte und gegen das Leid von Frauen einsetzt, was jedoch wiederrum von ihrem eigenen gestützt wird.


Geld ist die unbeschwertteste Farbe der Kollektion, die Sonne und Heiterkeit im Leben und in den Ländern Afrikas und anderen in denen die Frauenbeschneidung immernoch ein Thema ist darstellt.


Allgemein würde ich die Kollektion als sehr feminin, stark, selbstbewusst, leidenschaftlich, traditionell und extravagant aber gut tragbar beschreiben.
Mir gefallen vor allem die afrikanischen Bezüge wie unglaublich schöne goldene Accessoires, Kopfbedeckungen und Gewänder.
Die Schuhe, meist blau mit Nieten besetzt, stellten zwar einen ironischen Kontrast zu dem Rest der Outfits dar, was ich ansonsten sehr mag, genauso wie eigentlich alles mit Nieten Besetzte, mir gefielen sie jedoch ganz und garnicht. Für mich ein ästhetischer Fauxpas innerhalb dieser sehr gelungenen DIMITI-Kollektion für den Frühling/Sommer 2013.


XoXo euer 
 Marco Feilbach


Hier die Bilder:






































Kommentare:

  1. Wow! Ich finds super, wieviele Gedanken du dir dazu gemacht hast und wie du die Kollektion analysiert hast! Schick das mal dem Dimitri auf seiner FB-Page der freut sich bestimmt!

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    1. Danke Dir liebste Missy :)
      Es freut mich, dass das jemand zu schätzen weiß.
      Mal sehen. Ich hab keine Ahnung wohinn ich das posten sollte. Du meinst auf die offizielle DIMITRI-page bei Facebook?

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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